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Weiter Weg zur extrakorporalen Befruchtung: Zweifel, Vorbereitung, Durchführung

Weiter Weg zur extrakorporalen Befruchtung: Zweifel, Vorbereitung, Durchführung

Für viele Ehepaare, die von einem Kind träumen, aber aus irgendwelchen Gründen nicht imstande sind, im natürlichen Wege zu zeugen, wird die extrakorporale Befruchtung zu einer nie wiederkehrenden Gelegenheit, einen lang ersehnten Kleinen zu gebären. Moderne reproduktive Technologien nehmen einen Aufschwung und sind imstande, die gewünschte Schwangerschaft sogar bei den schwersten Formen der Unfruchtbarkeit zu schenken. Bevor man von der künstlichen Befruchtung Gebrauch macht, sollen die Eheleute die höchstmögliche Verantwortung für die Erlernung der Etappen der Durchmachung der extrakorporalen Befruchtung übernehmen und die Antworten auf jegliche Fragen wissen – um alle Zweifel und Ängste zu lösen.

Das Grundprinzip der extrakorporalen Befruchtung besteht in der Befruchtung der Eizelle in vitro in Verhältnissen des embryologischen Labors, das heißt außerhalb des Körpers einer Frau, mit nachfolgendem Embryotransfer in die Gebärmutterhöhle. Die erste erfolgreiche Prozedur der extrakorporalen Befruchtung wurde im Jahre 1978 durchgeführt – das "Retortenbaby", das Mädchen namens Louise Brown hat das Licht der Welt erblickt. In diesem Jahr wird sie 40 Jahre alt, und sie ist gesunde und glückliche Mutter von zwei wunderschönen Kindern. Heutzutage wurden über 6,5 Millionen Kinder mit Hilfe von der extrakorporalen Befruchtung gezeugt, dabei ist es erwiesen, dass sie sich weder körperlich, noch intellektuell, noch psychologisch von den Kindern, die im natürlichen Wege gezeugt wurden, nicht unterscheiden.

Die Vorbereitung für die Durchmachung der Prozedur der extrakorporalen Befruchtung ist eine der wichtigsten Etappen des Programms, das die Beachtung der gesunden und aktiven Lebensweise, die Ausschließung der eventuellen Risiken und Stresses, sowie die Durchführung der vollkommenen und allseitigen medizinischen Untersuchung vorsieht. Dafür wird, in der Regel, die volle Blutanalyse abgenommen, werden die hormonalen und gynäkologischen Untersuchungen durchgeführt. In Abhängigkeit von der Form der Unfruchtbarkeit und der Kompliziertheit der klinischen Situation, können zusätzliche therapeutische Handgriffe verordnet werden.

Gemäß den Ergebnissen der durchgeführten Untersuchungen, wird der individuelle Behandlungsplan dem Paar verordnet. Die erste Etappe ist die Stimulanz der Eierstöcke, die zum Zweck des Erhalts von 8 bis 20 Follikeln durchgeführt wird und die Chancen des Erhalts der qualitativen Eizellen während der Prozedur der Entnahme erhöht. Nach einigen Wochen, am bestimmten Zyklustag, wird die Punktion der Eierstockfollikel – der Handgriff für den Erhalt der Eizellen durchgeführt. Diese Prozedur wird unter Narkose durchgeführt.

Die nächste Etappe ist die Entnahme des männlichen Spermas und seine Bearbeitung. Mit Hilfe von Spezialtechnologien werden die Spermatozoen vom Samenplasma und von den Leukozyten gereinigt, wonach die beweglichsten und morphologisch normalen Spermatozoen entnommen werden. Weiter kommt der entscheidendste Moment – die unmittelbare Befruchtung «in vitro» in Verhältnissen des embryologischen Labors. Am 5.-7. Tag nach der Ovulation erfolgt die Übertragung der Leibesfrucht in die Gebärmutterhöhle der Patientin, und nach zwei Wochen wird die Blutanalyse für die Auswertung des therapeutischen Zyklus durchgeführt – das Vorhandensein der Schwangerschaft wird, mit wenigen Ausnahmen, festgestellt.

Die extrakorporale Befruchtung ist ein langer und ziemlich komplizierter Vorgang im Wege zum sehnlichsten Traum. Aber es lohnt sich bei der Entscheidungsfindung nicht zweifeln – je früher Sie die Therapie mit den Methoden der assistierten Reproduktion beginnen, desto schneller nehmen Sie Ihr lang ersehntes Kind auf den Arm!